Kärntner Projekt „Förderung von Kindern mit Teilleistungsschwächen“ wird fortgesetzt


LHStv. Strutz: Frühes Erkennen dieser Störungen wichtig – Land unterstützt Projekt mit 200.000 Euro

Klagenfurt (lpd) – Das erfolgreiche Projekt „Förderung von Kindern mit Teilleistungsschwächen“ findet in Kärnten auch heuer seine Fortsetzung. Das teilteSchul- und Bildungsreferent LHStv. Martin Strutz am Freitag (11. 11.) mit. Gestartet wurde das Projekt in Kooperation mit dem AMS und der Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung des Landesschulrates für Kärnten.

Seitens des Landes wird das Projekt mit 200.000 Euro unterstützt, um gewährleisten zu können, dass auch Schüler aus Familien mit wenig Einkommen eine faire Chance haben, ihre Lernstörungen und Teilleistungsschwächen in den Griff zu bekommen.

„Abgesehen vom frühestmöglichen Erkennen dieser Störungen – sie treten bereits im Kindergartenalter auf – ist eine rasche Förderung unbedingt erforderlich, um Aussichten auf verbesserte Entwicklungsbedingungen zu haben“, betonte Strutz. Die Förderung der Kinder führe zu Erfolgen im Persönlichkeits- und Leistungsbereich. Projekte wie „Förderung von Kindern mit Teilleistungsschwächen“ seien sehr wichtig, weshalb dieses auch fortgeführt werde, um möglichst viele Kinder mit Teilleistungsschwächen auf ihrem schulischen Weg zu fördern. Der Schulreferent verwies auf die vielen positiven Rückmeldungen der Eltern und LehrerInnen zum Projekt. Zudem hätten die geförderten SchülerInnen positive Lernfortschritte in defizitären Lernbereichen erzielt, ebenso seien Persönlichkeitsentwicklung, Selbstvertrauen und Lernmotivation der Kinder unterstützt worden.

Unterstützt werden Pflichtschulkinder durch außerschulische Förderungen mit spezifischen Lernstörungen, die primär durch Teileistunsschwächen bedingt sind, mit besonderer Berücksichtigung von lese- und rechtschreibschwachen bzw. legasthenen Kindern. Umgesetzt wird das Projekt im ganzen Bundesland durch den Einsatz von LehrerInnen (Sonder-, Volks- und HauptschullehrerInnen) ohne Anstellung im Schuldienst mit spezifischen Zusatzqualifikationen und Förderbarkeit durch das AMS. Die fachliche Betreuung erfolgt durch die SchulpsychologInnen des Landesschulrates für Kärnten in den Bezirken.

Schulkinder aus Volksschulen und Hauptschulen aller Bezirke Kärntens dürfen sich über die außerschulische Förderung, durch elf FörderlehrerInnen an 54 Standorten freuen. Jährlich werden durchschnittlich 195 Kinder betreut, die durch die Förderstunden mit der Unterstützung von Schulpsychologen große Erfolge im Persönlichkeits- und Leistungsbereich aufweisen. Auch Gespräche mit den Eltern, KlassenlehrerInnen und DirektorInnen sollen weiterhin Teil des Unterstützungsprogramms sein.

Teilleistungsschwächen sind bereits im Kindergartenalter erkennbar. Sie machen sich durch geistige Auffälligkeiten (Legasthenie – Lese-Rechtschreibschwäche und Dyskalkulie), seelische Auffälligkeiten (Hyperaktivität, Missachtung sozialer Regeln, Aggressivität) bzw. körperliche Auffälligkeiten (fehlende Kraftdosierung, Gleichgewichtsstörungen) bemerkbar. „Gerade im jungen Alter sind solche Störungen noch gut zu behandeln und helfen unserem Nachwuchs, den Anforderungen unserer schnelllebigen Zeit standzuhalten“, so Strutz.

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