Apple iPad in der Schule – ein Interview


MarioEngel2016

Vor kurzen gab ich in einem Interview ein paar Statements zum Apple iPad und Lernen. Hier die wesentlichen Punkte:

  • Kinder spielen gerne am Computer. Glauben Sie, dass man Lernen durch Spielen am iPad fördern kann?



Ja. Das iPad kann alle 10 Finger einzeln erkennen. Es regt neben dem Hören und Sehen auch den Tastsinn an. Am iPad Pro kann erstmals mit Stift gezeichnet und gemalt werden wie mit keinem technischen Gerät zuvor. Fotografie- und Videomöglichkeiten ergänzen dieses vielfältige Gerät. Es gilt nun, die richtigen Programme für die Kinder auszusuchen und diese auch zeitlich zu begrenzen.

  • Welche Sinneswahrnehmungen werden durch den Einsatz von Apps im schulischen Bereich unterstützt?



Je nach APP kann bis auf das Riechen alles stimuliert werden.

  • 

Manche Schüler/innen haben Probleme, zum Beispiel Abstraktionen zu erfahren und zu verstehen. Glauben Sie, dass das Üben am iPad helfen kann, diese Probleme zu überwinden?



Viele Abstraktionen werden mit schriftlichen Anweisungen erklärt. Genau da liegt das Problem. Ein Film oder eine Animation kann das wesentlich besser darstellen.

  • Welche Möglichkeiten und Einsatzgebiete der methodisch-didaktischen Nutzung hat man durch das Verwenden des iPads im Unterricht?

Wenn man davon ausgeht, dass das iPad mit dem Internet verbunden ist (bei Fernsehern erwähnt man auch nicht mehr, dass man in Farbe fernsieht) und man mit dem iPad einen so leistungsfähigen Computer im Einsatz hat mit Zugriff auf das Wissen der Menschheit, so sind die Einsatzmöglichkeiten nur begrenzt vom Knowhow und der Fantasie des Lehrers und der Kinder.

  • Warum, wenn ja, befürworten Sie den Einsatz von individuellen Lern-Apps?

Ich würde hier die Betonung auf „individuell“ setzen. Ich befürworte Apps, welche sich anpassen oder auf den jeweiligen Benutzer abgestimmt werden können.

  • Inwiefern profitieren Kinder und Jugendliche Ihrer Meinung nach durch den iPad-gestützten Unterricht?



Motivation, Kreativität, Spaß, gepaart mit dem umsichtigen Einsatz des iPads.
Kinder müssen mit allen Sinnen die wirkliche Welt kennenlernen. Aber ein Teil des Unterrichtes soll auch in die virtuelle Welt führen dürfen.

  • 


Welche Erfahrungen haben Sie mit legasthenen und dyskalkulen Kindern, bezogen auf Apps, gemacht?

Diese Kinder können beim Lernen am iPad dabei die Aufmerksamkeit viel besser halten. Fehler werden vom iPad auf professionelle und unprätentiöse Art korrigiert.

  • Erlangen Kinder und Jugendliche Ihrer Meinung nach durch den gezielten Einsatz von Apps neue Möglichkeiten zum Lernen? Welche?

Ja, dazu gibt es unzählige Beispiele. 

Ein Konzept, an dem ich gerade arbeite, ist das persönliche Arbeitsbuch. Ein Kind, welches z.B. in der 2. Klasse Mathematik lernt, unterscheidet sich von seinen Mitschülern nur in einem Punkt nicht, im Alter. Ansonsten sind die Unterschiede im Wissensstand oft sehr groß.
Software, welche spielend die mathematischen Kenntnisse bei den Kindern dieser Klasse feststellt, erstellt dann für jeden Schüler sein eigenes Mathematikbuch. Das ist dann ein sinnvoller Einsatz.

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